Jeden zweiten Sonntag im Monat im OFF Broadway Kino Köln

Spielfilme fesseln den Zuschauer, da sie die großen, nie abgeschlossenen Themen der Menschheit wie Liebe und Haß, Leiden und Leidenschaft, Treue und Verrat - immer wieder aufs neue in aufregender Weise darstellen. Dabei stehen große Gefühle auf der Leinwand nicht nur für spannende Unterhaltung, sondern auch für einen Ausflug in die menschliche Seele. Einer Filmgeschichte zu folgen, führt in einen Film hinter dem Film, welcherauf der Leinwand des täglichen Lebens spielt. Mit unseren Filmpsychologischen Betrachtungen laden wir zu einem Austausch über bewegende Filme ein und möchten zugleich unserer Liebe zum Kino Ausdruck verleihen.


12.02.2012, 15.30 Uhr
DIE TRÄUMER

Frankreich/England/Itallien 2003
Regie: Berando Bertolucci. Mit Eva Green, Michael Plit, Louis Garrel u. a.,
114 Minuten, FSK

„Er hielt den Atem an. Endlich, endlich war etwas Hartes und Festes, das die Seele in seinem Körper gemartert hatte, befreit worden.“ Paris, Mai 1968, Vorabend der Studentenrevolte. Die Cinemathèque Française wird aus politischen Gründen geschlossen. Drei jugendliche Kinofreunde - Théo, seine Zwillingsschwester Isabelle und Matthew, ein amerikanischer Student – ziehen sich in die Wohnung zurück und geraten über ein harmloses Filmratespiel in den Sog ihrer Sehnsüchte, Lüste und Begierden, der über die zauberischen Plumpheiten adoleszenter Liebe zusehends in die dunklen Abgründe der Lebens- und Todestriebe mündet. Ein Plasterstein, der durch das Fenster in die Wohnung fliegt, rettet sie aus dem tödlichen Labyrinth ihrer Ängste und Träume und stößt sie in die Realität zurück. Ein Meisterwerk Bertoluccis über Kino, Politik, Liebe, Freiheit, Traum und Realität, das sich mit dem Ziel der Psychoanalyse verbündet, am Schlaf der Welt zu rühren. „Wir sind dem Aufwachen nah, wenn wir träumen, dass wir träumen.“ (Novalis). Ein Film, der die Kino-Hypnose durchkreuzt und uns poetisch aus der Apathie der Gewöhnung treibt.

Vorgestellt von Dr. med. Johannes Döser


11.03.2012, 15.30 Uhr
PAPA ANTE PORTAS

Deutschland 1991
Regie: Loriot. Mit Loriot, Evelyn Hamann, Gerrit Schmidt-Foß, Irm Hermann u.a.
85 Minuten, FSK 16

Vorgestellt von Ingrid Prassel/Dr. med. Johannes Döser


15.04.2012, 15.30 Uhr
NADER UND SIMIN

Iran 2011
Regie: Asghar Farhadi. Mit Peyman Moaadi, Leila Hatami, Sareh Bayat u.a.,
123 Minuten, FSK 12

Vorgestellt von Dr. med. Sabine Wollnik


Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V. (Institut der DPV/DGPT)

Riehler Str. 23, 50668 Köln, Tel. 0221/135901, eMail: psa.k-d@t-online.de

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